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Es ist schwierig und spannend diese Geschichte zu lesen. Du kannst erst die linke oder die rechte Seite oder auch kreuz und quer lesen. Beide Hälften - denn erst beide zusammen ergeben ein Ganzes - stehen immer in einem ursächlichem Zusammenhang und alles beruht auf Erlebtem. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Erforschen dieser eigenartigen Welt.
Als ES auszog - Ritter zu werden 1.Kapitel: Der Tag davor - 31.12.02
Da
stand ES nun, trotzig blickend. Ich hatte einen anderen Weg für dich vorgesehen." ES stampfte mit dem Fuß. "Ein Ritter will ich sein, wie mein Vater und mein Großvater! Drachen besiegen, gegen Unholde kämpfen! Ich will der mächtigste Krieger werden unter dieser Sonne!" "Nun," er lächelte versonnen, "so soll es ein und ich werde dir den mächtigsten Gegner mitgeben, den es in dieser Welt geben kann." ES freute sich "Welche Waffen gibst du mir auf den Weg?" fragte ES voller Ungeduld und Tatendrang. "Keine, denn deine Waffe wirst du selbst sein."
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So zog ES aus, in diese wunderbare, unbekannte, liebenswerte, furchterregende Welt, voller Selbstvertrauen und guter Hoffnung, den bösen Drachen zu besiegen und die Jungfrau zu retten. ES
wusste, irgendwo lauerte die
Gefahr - nur wo, dass wusste ES nicht. So begann ES die Welt zu
erkunden, das Abenteuer Gefühl zu erfahren, die Verstrickungen zwischen
Denken und Fühlen, die Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits zu
suchen. Irgendwo musste er doch sein, der mächtigste Drache dieser Welt.
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Es
war finster, leer und kalt. "So ist also das Leben" dachte er
erstaunt. "Wo liegt hier mein Sinn?"
"Gibt es hier vielleicht noch jemand in meiner Art?". Er fühlte eine unglaubliche spirituelle Kraft in sich, eine Verbundenheit mit Allem was ist. Aber nicht mit seiner unmittelbaren Umgebung. |
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Leise, kaum hörbar, kaum erfassbar
erklang ein Satz. "Halte dich nicht an die Spielregeln" |
Leise,
kaum hörbar, kaum erfassbar erklang ein Satz. "Halte dich nicht an die Spielregeln" |
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ES fand keinen Sinn in diesen Worten. Zeitweise war der Drache zu fühlen, aber
nie zu sehen. ES spürte ihn immer mehr, aber wo war er?
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Er
versuchte zu spüren, doch außer einem eigentümlichen Gefühl war
nichts zu merken. Er versuchte sich zu bewegen. Ein Versuch folgte dem Anderen. |
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Und dann, ES war noch gar nicht so
lange in dieser Welt, lernte ES ihn kennen. Wie ein dunkler Schatten
stieg er hoch. ES spürte ihn mit Vehemenz, aber ES konnte ihn nicht
sehen - ihn noch nicht einmal definieren. Er war nicht zu sehen, aber... ES spürte ihn doch!? "Ignorieren!" rief die Seele in Panik "Ich sehe dich nicht, ich höre dich nicht, ich rieche dich nicht! Du kannst nicht echt sein!" ES verschloss die Augen. "Er kann doch nicht
unsichtbar sein. Keine Waffe wurde mir mitgeben und noch nicht einmal
sehen kann ich ihn! Wie soll ich so überleben? Wie ihn besiegen? "
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Und
dann, ganz plötzlich, erweckte ihn ein Sonnenstrahl zum Leben. Ein
Sonnenstrahl bis in das Herz.
Es wurde wärmer und er hatte das
Gefühl, jetzt erst zum Leben zu erwachen. Er begann zu spüren. Undefinierbar. Unbeschreiblich. Großartig. Er öffnete die Augen und sah. Eine Welt, unglaublich schön, das Sonnenlicht, ein Baum, eine Blume, einen Vogel. Er lauschte. Geräusche, Gesänge, Klänge, wunderbare Töne, Leben. Er lauschte dem Rauschen des Windes in den Zweigen, dem Gesang der Vögel, dem Raunen der Wälder, den Lauten der Tiere. Er beobachtete eine Blume, wie sie im ersten Morgengrauen begann, ihren Blütenkelch zu öffnen und bewundert das Glitzern der Regentropfen auf den Blättern. Und es spürte den Geruch der Blume. Spüren? Nein. Das ist etwas anderes. Ein ganz anderes Gefühl - Riechen. Wie wundervoll. |
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So verging Jahr um Jahr. Immer
wieder spürte ES ihn, aber er war nicht zu sehen, nicht greifbar. Und
scheinbar auch keine direkte körperliche Bedrohung. ES
suchte den Stein der Weisen,
das Wasser der Klarheit, die Luft der Erkenntnis und das Feuer der
geistigen Reinigung. Er war immer stärker zu spüren
und die Panik wuchs. Wieder kehrte ES von einer langen Suche ermüdet nach Hause. Nach Hause... ein kleines Haus, irgendwo in der Weite der Landschaft. Wohl war es das gebaute Heim, nur gefühlt hatte ES das nie. Gewohnt hatte ES darin mit einer wunderbaren Frau und sie hatten sehr schöne Zeiten verbracht. Aber irgendwie war es nie Heimat geworden. So oft war ES hierhin
zurückgekommen. "Gut," dachte ES, "so werde ich denn alleine weiterziehen." Doch ES blieb nicht lang alleine. Immer wieder fand ES Mann oder Weib, die eine zeitlang an der Seite standen. Die Frauen als Waffe die Liebe, die Männer die Kraft. ES baute immer wieder Häuser, um mit Frauen kurze Zeiten des Friedens und der Einkehr zu finden. Aber er war immer da. Anfangs leise, unbestimmt. Mit der Zeit lauter, drängender, herausfordernder. |
Er
konnte sich nicht satt sehen, nicht satt hören, nicht satt fühlen.
Immer und immer wieder versuchte er die Wunder dieser Welt zu begreifen. Jedoch ohne das Bedürfnis zu verspüren es zu erleben. Sehen, hören, fühlen. Und fand vorerst genüge darin. Und doch. Es kam ein Verlangen, die Dinge nicht nur spirituell zu erfassen, sondern auch noch in anderer Art und Weise zu begreifen. Wie konnte er? Und er begann sich wieder die Frage zu stellen. Was bin ich und was ist mein Sinn? Er dachte. |
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Selbst andere begannen ihn zu
spüren. Und in diesen Stunden zeigte sich die wahre Seite der Freunde,
die an der Seite standen, die Gefahr nicht erkennen könnend und doch
jederzeit bereit. Eines Tages, auf Erholung in
fremden Landen, lernte ES wieder eine Frau kennen. Auch sie stammte
aus einem fernen, aber doch ähnlichem Land wie ES selbst. Er wurde drängender, lauter. Er
war nicht zu sehen, aber immer wieder zu spüren. Fast kein Tag verging
mehr, ohne dass nicht dieses tiefe, furchteinflößende Grollen zu
hören war. Der Körper vibrierte bei diesem Ton, die Perlen der Angst
ergossen sich über ES und doch war ES immer noch bereit den Kampf
aufzunehmen, wenn ES dazu in der Lage gewesen wäre.
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Ein
Gedankenblitz.
Mein Gefängnis, mein Zuhause. Was ist das? Er begann seine nächste Nähe zu erfühlen. Erfasste die Ausmaße, die Struktur, die Abläufe und versuchte, sie zu beeinflussen. Und es kam der Tag an dem er dachte "ich will leben". Er begann sein Recht auf Leben einzufordern und schaffte es auch, vorübergehend, winzige Zeitspannen und Gefühlswelten lang zu erleben. Seine Gefühle begannen sich in seiner Nähe auszubreiten. Seine Wünsche und Anforderungen wurden Teil seiner Umgebung. Ein neues Gefühl entstand. "Ich werde das ändern, ich muss!" |
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Und dann, noch ist nicht allzu viel
Zeit vergangen, begann der Kampf. Es war ein Kampf, den ES nicht gewinnen konnte. Viele Jahre hatte ES Mittel und Wege gesucht, um sich dem jetzt folgenden Entgegenstellen zu können. ES spürte, wie dieses andere es die Macht übernahm. Über die Gefühle, die Gedanken, das Sehen, das Riechen, das Hören und das Sein. Es gab keine Möglichkeit zur Wehr. Es war zu spät. Noch einmal kurz, vielleicht einen Lidschlag lang, gingen die Gedanken in die Zeit zurück, ob ES irgendetwas im bisherigen Leben übersehen hatte, eine Waffe ignoriert, eine Möglichkeit ausgelassen. Und dann war es für ES klar: "ich konnte nicht gewinnen, ich konnte kämpfen. Dieses habe ich Jahrzehnte getan, aber nie war es vorgesehen gewesen, dass ich auch gewinnen kann."
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Ein
neuer Versuch der Bewegung.
Und dann Leben Er erfasste mit einem Mal seine Möglichkeiten. Er breitete sich aus in jede Faser seiner Umgebung, beglückt, dies alles zu erforschen und zu erfühlen. Freude kam auf, Riesenfreude. Vorsichtig versuchte er den Kopf zu bewegen. Er sah wie sich die Bilder veränderten und begann die Wirklichkeit des Lebens zu erfassen. Er fühlte die Luft an seinem
Körper, fühlte das erste Mal Temperatur. Er blinzelte in die Sonne, sah die schwachen Umrisse des Mondes. "vielen Dank für dieses Göttergeschenk. Ich lebe und kann nun erleben!"
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Ein ungleicher Kampf, zwischen einem Menschenleben und der Vorhersehung, ausgetragen auf dem Rücken der Seele, mit unvorhersehbaren Folgen. Und doch... Die starke Frau aus fernen Landen
war Zeuge als es geschah.
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2.Kapitel: Der Übergang - 24.03.03
Es war dunkel und absolut lautlos. Nicht das leiseste Geräusch war zu hören. Zu schön wäre es gewesen, das Trippeln einer Maus zu hören, den Ruf der Schleiereule oder den Luftzug des Adlers zu spüren. Es war nichts. Nichts im Sinne von
Leere, von dichtem Nebel ohne Boden zu spüren. ES versuchte sich zu bewegen, doch
ES war nicht - nicht mehr. "Hilfe" schrie ES lautlos mit voller Kraft. Aber wer sollte ES hören. Konnte wer ES hören?
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Wohlig räkelte er sich der Sonne. Es war ein unglaubliches Gefühl, die Wärme und das Licht der Sonnenstrahlen auf der Haut zu fühlen. Die Umgebung, die Welt, die Natur mit allen Sinnen zu erfassen war eine Erfahrung, die ungemein glücklich machte. "Ich kann so leben wie ich bin" schoss es durch seinen Kopf. So schön auch dieses Gefühl war, so tief bestürzt war er dann nach dem Abflauen der ersten Lebensfreude über eine andere unglaubliche Tatsache. |
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Wo waren die Freunde, die früher
an der Seite von ES standen? Selbst die Frau aus dem Norden hatte sich abgewandt. Sie, auf die ES so verzweifelt gehofft hatte. Sie, die doch in dieser schweren Lage an seiner Seite sein sollte und wollte.
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Verletzt betrachtete er die Menschen, die ihn kurz sahen und sich danach voll Abscheu abwandten. Nicht alle, bei weitem nicht alle, aber er hatte das Gefühl, als ob genau diese Menschen etwas besonderes für ihn wären und spürte auch eine starke innere Verbundenheit. "Was habe ich ihnen
getan?" Auch eine Frau sah ihn mit einem falschen Lächeln an und drehte sich um. Obwohl er doch gerade zu ihr eine sehr tiefe und starke Seelenverwandtschaft erspüren konnte.
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| Ein Gedanke schoss durch den Kopf. Sie haben nicht begriffen oder wollen nicht begreifen. Sie fühlen nicht, sie reden nicht, sie verwunden. | ||
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Wenn es nicht immer andere Menschen, vom Gefühl her Fremde gegeben hätte, die ihn voll Ehrfurcht, Bewunderung und sogar Liebe angesehen hätten, wäre er daran gestorben. Dennoch blieb die Bestürzung und Trauer in bedrohlichem Ausmaße. "Sie wollen nicht mit mir reden, sie wollen nicht einmal wissen wer ich bin und warum ich bin. Sie verwunden ohne zu denken und zu fühlen." |
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| Verzagen breitete sich aus und leise weinte ES vor sich hin. | Auch
in sich verspürte er Unruhe ohne sagen zu können, woher dieses Gefühl
kam und was es verursachte.
Das Glück, diese Freude, die es
am Anfang verspürt hatte, begannen zu schwinden. Er begann sich selbst und die
Welt, diese wunderschöne Welt in Zweifel zu ziehen und ein leiser
Gedanke keimte in ihm auf.
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Da, plötzlich, ganz leise hörte ES Stimmen. Eine Frau und ein Mann waren zu vernehmen. Leise Hoffnung begann sich in ES auszubreiten, aber wie sollte ES sich bemerkbar machen? ES lauschte. "Wir sind bei dir"
hörte ES sie rufen. "Wir sind bei dir an deiner Seite".
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Da, plötzlich, ganz leise hörte
er
Stimmen. Eine Frau und ein Mann waren zu vernehmen.
Leise Hoffnung begann sich in ihm auszubreiten. Menschen, die mit ihm innerlich verbunden waren, ihn sahen und blieben. Mehr sogar, sie freuten sich mit ihm. "Wir sind bei dir"
hörte er sie rufen. "Wir sind bei dir an deiner Seite". Aber ein wunderbares Gefühl breitete sich in ihm aus, trotz der Trauer die in allen Fasern seines Körpers schmerzte. "Ich schaffe es trotzdem" |
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| Tage und Wochen vergingen. Die Freunde blieben. ES spürte und hörte sie, als sie Worte des Trostes, der Aufmunterung, der Freundschaft und der Liebe sprachen. ES hörte sie bis in die tiefste Tiefe seiner Seele. | Tage und Wochen vergingen. Die Freunde blieben. Er sah und hörte sie, als sie Worte des Trostes, der Aufmunterung, der Freundschaft und der Liebe sprachen. Er hörte sie bis in die tiefste Tiefe seiner Seele. | |
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Und dann eines Tages, kurz nach Sonnenaufgang, spürte ES ganz plötzlich und unerwartet etwas. Ganz kurz war da die Möglichkeit der Bewegung. Ein kleines Aufflackern nur, aber doch ein Hoffnungsschimmer. Eine Möglichkeit keimte auf, sich
aus diesem so ungewöhnlichen Gefängnis zu befreien. Immer noch konnte
ES nicht sehen, fühlen und außer den Freunden hören.
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Und dann eines Tages, kurz nach
Sonnenaufgang, spürte er ganz plötzlich und unerwartet etwas in seinem
Inneren. Dem kurzen Aufflackern einer Flamme gleich, aber undefinierbar. "Ich bin mehr als ich
glaube" schoss es durch seinen Kopf. Liebe breitete sich in ihm aus. Zuversicht und Freude. Unbedingt wollte er dieses Andere
in ihm erreichen. Aber wie den Zugang finden.
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Dem Gedanken. ES hatte den Ansatzpunkt gefunden.
ES konnte den Drachen mit Gedanken bezwingen.
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Das
Gefühl.
Er hatte den Ansatzpunkt gefunden.
Er konnte das Andere in ihm mit Gefühl erreichen.
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| Noch fehlte ES der Ansatzpunkt für den Gedanken. Zuvor musste es definieren: was ES ist, was der Drache ist, wie ES und der Drache zueinander standen und ob es zum Tot von einem der beiden führen sollte, oder zu einer friedlichen Koexistenz. | Er
versuchte zu erspüren, was dieses ES sein könnte, wer eigentlich er
selbst ist, wie ES und er zueinander standen und ob es zu Verletzungen
führen konnte. Oder war ES er? Er wollte Verbindung, Liebe, Einheit und Gemeinsamkeit.
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Waren ES und der Drache die gleiche Seele? ES versuchte so gut es ging klar
zu denken und doch - immer noch überschattete die Trauer um die
geliebten Menschen sein klares Denkvermögen. ES dachte. ES stellte Verbindungen her. Zwischen Geschehnissen, Vermutungen, Erfahrungen, Möglichkeiten, Absurditäten, Unwahrscheinlichem und Wahrscheinlichem.
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Waren
er und ES die
gleiche Seele?
Er versuchte zu spüren und
erforschte jeden Winkel seiner Seele und seines Körpers. Ganz sachte, begann er erst zu
vermuten, dann zu erfahren, was dieses ES war. Er ließ ES die Möglichkeit, über ihre Zukunft zu entscheiden. |
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| Und begann auf einem Auge zu sehen. | Und verlor einen geringen Teil der Kontrolle über diesen wunderbaren Körper. | |
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3.Kapitel: Zeit der Besinnung - 26.03.03
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ES sah die Welt durch ein Auge.
Überschäumend vor Glück, begann
ES erst jetzt die Schönheit der Welt zu sehen. Und Der Drache
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Er
beobachtete, was ES tat und ließ ihm Raum.
Immer mehr und mehr und erfreute sich an der Phase des Erkennens und Begreifens von ES. Er fühlte, wie ES langsam begann die Schranken einzureißen und spürte die Annäherung.
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ES versuchte zu begreifen und
spürte die Liebe die von ihm ausging. Nicht Kampf war das Thema seines
Lebens, sondern Einheit und Verstehen. Warum nur hatte ES ihn immer als
Bedrohung gesehen? Ihn als dunklen Schatten wahrgenommen? War es die
Voreingenommenheit in seinem Weltbild als Krieger, die ES das Leben so
schwer und ruhelos erscheinen ließen? Eine leise Ahnung über die gemeinsamen Möglichkeiten stieg in ES hoch. Und Im Bezug auf den Drachen und seiner Freunde. Die, die es wahrlich waren und die, die ES verließen. Es war keine Notwendigkeit zu
verzeihen. Und es war gut Einmal noch ging sein Blick zurück
in die Zeit, zu den damals wichtigen Seelen. ES lächelte sie an und
erfreute sich an ihrem Anblick. Aber |
Er
sandte sein Liebe in jede Faser des gemeinsamen Körpers um ES die
Möglichkeit zu geben sie zu spüren.
Fast konnte er hören und fühlen, was ES dachte. Und er spürte die Kraft und Energie von ES.
Und anerkannte ES als den führenden Wesensanteil. |
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Eine neue Zeit begann. Eine
unglaubliche Zeit.
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4.Kapitel: Zeit der Wandlung - 12.08.03
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ES blickte ihn an. Du oder ich oder wir oder wir ich. Wie soll unser - mein - Weg nun weiter gehen? Wie kann das Leben aussehen? Wie lebe ich das Leben um meiner Aufgabe gerecht zu werden? Diese Welt wurde nicht für
Menschendrachen geschaffen. ES begann die Situation zu
analysieren. ES dachte und wog ab, versuchte
Strategien zu entwickeln.
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Er
blickte ES an. Er sah die Zweifel, die Ängste, die Verwirrtheit und dachte "so leicht" Dich zu leben, mich zu leben, uns zu leben ist unsere Bestimmung. |
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Gerne würde ich nun sagen "lächelnd blickte er herab". Es muss wohl aber eher leicht vergnügt grinsend gewesen sein, als er sich wieder in das Geschehen einmischte. Der Drache anerkannte wohl ES als
den führenden Wesensanteil, allein - er oben wollte es anders.
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Verwirrt schloss ES die Augen. Ein wenig ausruhen nach diesen Tagen. Nach diesen Aufregungen, nach diesem Schmerz, nach diesen Anstrengungen. Kraft schöpfen.
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Der
Drache sah zu ES.
Du musst! Jetzt! Keine Zeit für Pause! Keine Zeit für Selbstmitleid! Wir durften lernen. Wir haben die größten Gefühlstiefen in diesem unserem Leben durchschritten. Wir sind daran gewachsen. Unendlich gewachsen. Wir haben uns gefunden. Wir haben gelernt uns zu lieben. Und wir haben gelernt, die ganze Welt durch andere Augen zu betrachten. Warum also Selbstmitleid?
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ES wollte aber ES war zu müde und
ausgelaugt.
Wohl wissend, dass der Drache auf seine vollkommene Rückkehr wartete ließ ES dies sein. Langsam kehrte wieder Ruhe ein. Die Lebensgeister kamen zurück. Und nicht nur diese. |
Traurig
sah er zu ES. Er spürte die Verzweiflung und Müdigkeit und lebte - wie
er dachte - VORERST ihre Bestimmung.
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Eine neue Person trat in das Leben von ES. Aber wieder hätte es den Drachen
verleugnen müssen und das wollte ES nicht. ES zog sich zurück und beobachtete den Drachen bei seinen ersten Erfahrungen. |
Eine neue Person trat in das Leben
des Drachen. Wohl wissend von ES. Natürlich kannte der Drache die Erfahrungen von ES. Er konnte ja auf den gleichen Wissens- und Erfahrungsstand zurückgreifen.
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| Gerne hätte ES geholfen, aber ES war in dieser Situation absolut unerfahren. | Nur
- es war alles anders. Alles was der Drache von ES wusste hatte hier keine Wahrheit - vielleicht eine Teilwahrheit. Nun lebte der Drache wie einst ES die Liebe, die Abhängigkeit, die Sucht, die Hoffnung. Und doch war es anders. |
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ES beobachtete den Drachen. Wie er die gleichen und doch gänzlich anderen Erfahrungen wie ES machte. |
Etwas ganz Neues begann sich zu kristallisieren. Der Drache war im Vergleich zu ES
Meister der Gefühle, nicht der Gedanken. Aber das Wichtigste - es war nicht Sucht, es war Gefühl. Und eine Art von Gefühl ist es,
jemanden wieder ziehen zu lassen.
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| Überrascht beobachtete ES die Art des Drachens, mit den Gefühlen umzugehen. Neidlos anerkannte ES die erfolgreichere Lebensweise des Drachens. | Die
Trennung war ihm nicht schwer gefallen. Natürlich war eine Traurigkeit
in ihm, aber sie war nicht so schwerwiegend wie sie für ES gewesen
wäre.
Voller Freude über das Leben sah der Drache wieder in die Zukunft.
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Die Lebensfreude des Drachen sprang
auch auf ES über.
ES wollte wieder Leben. |
Der
Drachen spürte, dass ES mehr und mehr zum Leben erwachte.
Gerne überließ er ES wieder mehr Raum um die Persönlichkeit zu bestimmen. |
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In den folgenden Tagen, Wochen, Monaten bis zum heutigen Tag geschah es, dass beide einander ohne Einschränkungen Platz ließen. Genau so viel, dass beide glücklich leben konnten. So lebte ES nach außen, wenn es für ES wichtig war und umgekehrt geschah es genau so. Und doch - den größten Teil der
Zeit war der Drache der führende Teil. Dies geschah aber nicht durch
verdrängen von ES, sondern weil beide sich so wohler fühlten. Auch die Umwelt gewöhnte sich mehr
und mehr an den Menschendrachen. Es war viel leichter für die Umwelt, als
ES sich das gedacht hatte. Und viele viele neue Menschen traten in das Leben von ES und dem Drachen. Was ES etwas verblüffte, nachdenklich machte, aber nicht traurig oder ärgerlich, war, dass immer mehr Menschen, die beide Wesenheiten kannten, die gefühlsbetontere Lebensweise des Drachens bevorzugten.
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Fortsetzung folgt Riccarda, begonnen am letzten Tag des Jahres 2002 |
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